Italienische Facebook-Beobachtungen

Entspannt und gut gelaunt schlendere ich durch die Fußgängerzone einer italienischen Stadt.

Schaue in diesen Laden, dann in diese Boutique und staune nicht schlecht über viele Facebook-Hinweise direkt auf den Schaufensterscheiben. schaufenster

Somit weiß ich sofort, dass dieses Geschäft eine Facebook-Seite hat.

Die Krönung erlebe ich am nächsten Tag, also ich beim Bäcker frische Brötchen kaufe. Sogar auf der Bäckertüte ist der Hinweis auf die Facebook-Seite des Geschäfts!

Bäckertüte
Gibt es das bei uns in Deutschland auch? Habe ich etwas übersehen? Bis jetzt jedenfalls wundere ich mich über die Nicht-Hinweise der Geschäftsleute und fand das toll, was ich in Italien beobachtet habe.

3 offensichtliche Vorteile:

  • Wer mag, kann noch vor dem Schaufenster stehend via Smartphone ein „Gefällt mir“ klicken.
  • Facebook-User fühlen sich gleich „verstanden“ und in ihrer Lebenswelt abgeholt.
  • Außerhalb der Ladenöffnungszeiten ist dieser Hinweis eine wunderbare Einladung zur Kommunikation mit dem Geschäft oder einfach eine gute Gelegenheit virtuell zu stöbern.

Traumhaft. Der Espresso ebenfalls.

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Freue mich, wenn dir meine italienischen Impressionen Ansporn und Inspiration bieten!

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Suppe zwischen Jeans und Shirts

Warum ich das für eine gute Idee halte:

Mittwochs ist Suppentag! Inmitten von Jeans und Shirts sitzt man zur Mittagszeit an dem schönen Holztisch bei MacKee und lässt sich die gute Suppe vom Chef selbst gekocht, schmecken! Neue Leute lernt man so bestens kennen und kann so nebst Nahrungsaufnahme herrlich netzwerkeln.

Es ist ein kleiner Laden. Umso gemütlicher. Einmal in der Woche kehren hier Menschen ein, um miteinander Suppe zu essen. Es sind Leute aus der Nachbarschaft, Geschäftsleute die eine Alternative zum sonstigen Mittagstisch suchen und schätzen und andere wiederum, die spontan auf ihrer Shoppingtour eine kulinarische Unterbrechung brauchen.  20150204_112451

Ein großer Holztisch wie aus Omas guter Stube bildet den Mittelpunkt. Menschen genießen eine heiße Suppe. Es wirkt familiär. Alle sitzen um einen großen Tisch. Wer keinen Platz mehr daran findet bekommt ein nettes Plätzchen an einem der kleineren Tische. Die große Runde jedoch ist das Herzstück. Glück wer hier einen Platz hat. Erinnerungen an die eigene Kindheit etwa werden geweckt, als man zuhause mit vielen Geschwistern mittäglich und selbstverständlich um den Tisch herumsaß, sich mal mehr oder weniger über Mutter´s Essenswahl freute. Mit Menschen ins Gespräch kommen, mit denen man sonst nicht Essen gehen würde, weil man sie gar nicht kennt. Mit Menschen zusammen um einen gedeckten Tisch sitzen, mit denen man sonst gar nicht sprechen könnte, weil keine Verbindung besteht, ist hier möglich.

Und immer da der gute Geist des Gastgebers, der herzlich und aufmerksam seine Gäste im Blick hat. Fast mütterlich. Versorgend. Wohltuend.

Unkonventionell. Warum nicht. Zwischen Jeans und Pullover einen Tisch decken. Räume nützen. Räumen eine andere Bedeutung geben. Die Definition eines Raumes erweitern.

Ich finde die Idee gelungen, da natürlich und echt umgesetzt. Heimelig. Das ist es und das ist der Unterschied. Das steht und fällt natürlich mit der Art des Gastgebers. Wohl dem der eine Ausstrahlung hat! Glückwunsch Herr Bargas!

Damaris Siegle im November 2014

http://www.mackee-jeans.de/welcome-…-darling

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