Bitte nicht… sprechen

Bereits im September hat mich eine Freundin gefragt, ob ich im Dezember mitkomme zu einem Schweigetag. Und wie gut, dass ich damals zugesagt hatte. Somit kam ich mitten im trubeligen Dezember zu einem Tag der Ruhe, des Schweigens inmitten wunderschöner Natur.

Etwas grotesk zwar die Vorbereitungen, also ich meine den Stress, alles zu organisieren um meine 30 stündige Abwesenheit für die Familie möglichst reibungslos zu ermöglichen (MamaWahn). Und trotzdem lohnt es sich. Wegfahren, eine andere Umgebung. Ein Zimmer für mich. Ruhe. Zeit. Offline (Offline gibt es zwar auch sonst bei mir an einem Tag in der Woche – darüber schreibe ich ein andermal), aber jetzt in diesem Schweige-Zusammenhang war das wunderbar stimmig.

Alles andere lassen, ausblenden. Schweigen.

Nicht reden. Nicht zuhören. Nicht antworten. Nicht reagieren. Nicht kommentieren.

Die Räder die sonst immer rattern, für einen Tag abstellen. Zwar geht das nicht auf Knopfdruck, denn die Räder befinden sich in meinem Kopf und den Schalter dafür habe ich noch nicht gefunden, aber immerhin ist eine Verlangsamung und eine andere Art der Wahrnehmung an diesem Tag möglich. Beim Essen zum Beispiel. Gemeinsames, leckeres Essen bei dezenter Hintergrundmusik und völlig ohne Gespräche. Mit tut das so gut und ich überlege mir, diese Idee mit nach Hause zu nehmen und vielleicht einmal in der Woche eine Mahlzeit im Schweigen einzunehmen. (Meine Familie war dann von dem Vorschlag nicht so begeistert…)

Der Schweige-Tag hat mir gut getan. Völlig unspektakulär. Vermutlich gerade deswegen.

 

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